Pflegender Angehöriger
"Die Aktionswoche ist für mich die einzige Gelegenheit rauszukommen. Ich habe mich daher schon lange darauf gefreut und finde, die Woche für pflegende Angehörige sollte es öfter geben."
Pflegende Angehörige
"Wenn ich frei habe, ist die Zeit total durchgetaktet für Einkäufe und anderes. Deswegen komme ich eigentlich gar nicht mehr raus. Die Woche für pflegende Angehörige ist klasse!"
Pflegende Angehörige
"Die Woche für pflegende Angehörige ist klasse! Ich habe das Konzert als wirkliche Auszeit empfunden!"
Pit Clausen, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld
„Mit der ‚Woche der Pflegenden Angehörigen‘ sollen deren herausragende Leistungen sichtbar gemacht, in besonderer Weise wertgeschätzt und Hilfsangebote vorstellt werden.“
Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel
„Die pflegenden Angehörigen in ihrer wachsenden Zahl körperlich und seelisch zu entlasten zählt zu den immer wichtiger werdenden Aufgaben unserer Gesellschaft.“
Ingo Nürnberger, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld
"Wir wollen, dass Sie heute Abend egoistisch sind, sich Ihre Auszeit nehmen und Gelegenheit zum Austausch finden."

Aktuelles

 

Scheckübergabe: Marta-Kleine-Eikelmann-Stiftung unterstützt Woche der Pflegenden Angehörigen

Zum dritten Mal schüttete die Marta-Kleine-Eikelmann-Stiftung Fördergelder an soziale Einrichtungen aus. Die symbolischen Schecks wurden im Alten Rathaus an die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, den Verein Erfahrungswissen für Initiativen Bielefeld (EFI) und das Büro für Integrierte Sozialplanung der Stadt Bielefeld überreicht.

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Foto: unten von links: Renate Reiners, Norbert Block von Erfahrungswissen für Initiativen in Bielefeld e. V., Pit Clausen, Schwester Erika Tenge und Dennis Niekamp von der Stiftung Bethel; oben von links: Ingo Spangenberg, Norbert Wörmann und Tim Kähler, Vorstand Marta-Kleine-Eikelmann-Stiftung, Bernadette Bueren, Meike Ude, Stiftung Bethel.

Der höchste Betrag ging mit 3.000 Euro an die Altenhilfeplanung der Stadt Bielefeld. Oberbürgermeister Pit Clausen nahm den symbolischen Scheck zusammen mit Bernadette Bueren von der Altenhilfeplanung entgegen. Das Geld solle der Veranstaltungsfinanzierung im Rahmen der Aktionswoche für Pflegende Angehörige dienen, so Clausen.

„Die Pflege von Angehörigen ist ein 24-Stunden-Job an sieben Tagen die Woche“, sagte der Oberbürgermeister. Die Arbeit solle während der Informationswoche anerkannt und wertgeschätzt werden. Darüber hinaus solle es eine Informationsplattform für pflegende Angehörige geben, auf der sie Hilfe und Unterstützung finden können.


 

Dank an „größten Pflegedienst der Nation“

Unterstützer gesucht: Aktionswoche für Pflegende Angehörige im September

60 Prozent der mehr als 10.367 Pflegebedürftigen in Bielefeld werden allein durch Angehörige versorgt. Sie leisten damit eine bedeutende soziale Aufgabe, die in der Öffentlichkeit meist unbemerkt bleibt. Bielefeld will mit einer Aktionswoche im September auf die immens wichtige Leistung der mindestens 7.000 Pflegenden Angehörigen in der Stadt aufmerksam machen. Dafür werden jetzt Partner gesucht.

„Es gilt Dank auszusprechen an die vielen tausend pflegenden Angehörigen. Sie sind der größte Pflegedienst der Nation und ihre große Leistung verdient allerhöchste Hochachtung, Wertschätzung und Unterstützung“, so Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Gemeinsam mit Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen hat er deshalb die Schirmherrschaft für die Woche der Pflegenden Angehörigen übernommen, die vom 19. bis 26. September unter dem Motto „Wir tun mehr, als viele denken“ stattfindet. Ein Konzert der Bielefelder Philharmoniker in der Rudolf-Oetker-Halle, ein Abendessen und ein Informationsprogramm über mehrere Tage – darauf können sich pflegende Angehörige bereits jetzt freuen.

Pflegende Angehoerige poster mit Pit Clausen
Planen eine Aktionswoche für pflegende Angehörige: Prof. Dr. Heiner Berthold, Oberbürgermeister Pit Clausen, Pastor Ulrich Pohl, Bernadette Bueren, Geschäftsführung des Vorbereitungskreises, und Marc Korbmacher von der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände (v.l.n.r.)
Foto und Text: Manuel Bünemann

Die Schirmherren suchen jedoch für die bundesweit einzigartige Initiative weitere Unterstützer und Partner: Von der Nachbarschaftshilfe einzelner Privatpersonen, der Geldspende, dem gesponserten Friseurtermin, oder Gelegenheiten des Austauschs – die Möglichkeiten der Unterstützung sind beinahe unbegrenzt. Auch Rückenschulen und Kaffeerunden wurden bereits angeboten. Organisiert von der Stadt Bielefeld, den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mit ihrer Altenhilfe und dem Ev. Krankenhaus Bielefeld (EvKB), dem Arbeitskreis der Wohlfahrtsverbände und dem Arbeitskreis Tagespflege, wurden bereits die Evangelische Stiftung Kirche für Bielefeld und der TIPS-Verlag als Unterstützer gewonnen.

Oberbürgermeister Clausen: „Unser Aufruf gilt auch den Arbeitgebern, auf die besonderen Bedürfnisse pflegender Angehöriger Rücksicht zu nehmen und mal nicht 200 Prozent von ihren Angestellten zu fordern.“ Pflegende Angehörige können die Dauer der Pflegebedürftigkeit oftmals nicht einschätzen. Auch kann sich – zum Beispiel durch einen Schlaganfall – die Situation ganz spontan ändern. „Diese ganz wichtige Botschaft wollen wir in die Stadtgesellschaft hineingeben und auf eine Situation aufmerksam machen, die an Bedeutung gewinnt.“

An Bedeutung gewinnt sie, da die Gesellschaft immer älter wird. „In steigendem Alter kämpfen pflegende Angehörige oftmals selbst mit Erkrankungen“, erklärt Prof. Dr. Heiner Berthold, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie im EvKB und des Zentrums für Behindertenmedizin im Krankenhaus Mara. „Eltern und Geschwister, die Menschen mit Behinderungen pflegen, tun dies häufig über Jahrzehnte.“ In beiden Fällen drohe Überlastung, die es durch Prävention, Unterstützung und Information zu verhindern gelte. Viele Angehörige sind nebenbei berufstätig oder fühlen sich 24 Stunden pro Tag für den Pflegebedürftigen verantwortlich. „Ich kenne Menschen in dieser Situation, die sagen: ‚Wenn ich eine Stunde in der Woche zum Tennis kann, ist das wie Urlaub für mich‘“, misst Pastor Pohl dem Bedarf nach Entlastung immense Bedeutung zu.

Um die Situation der pflegenden Angehörigen nachhaltig zu verbessern, hat die Initiative die Internetseite www.pflegende-angehoerige-bielefeld.de entwickelt, die sich zurzeit im Aufbau befindet. Hier werden künftig alle relevanten Informationen für pflegende Angehörige in Bielefeld zusammengetragen. Auch der Austausch und der Netzwerkgedanke werden dort künftig gefördert.

Möchten Sie die Woche der Pflegenden Angehörigen unterstützen? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Kontakt
Bernadette Bueren
Altenhilfeplanung der Stadt Bielefeld
Geschäftsführerin des Vorbereitungskreises der Woche der Pflegenden Angehörigen
Tel.: 05 21 – 51 34 08
E-Mail: bernadette.bueren@bielefeld.de

Die Woche der Pflegenden Angehörigen im Überblick (Stand: April 2015)
Montag, 21.09.2015: Infoaktion zum Weltalzheimer-Tag
Montag, 21.09.2015: Konzert des Kammerensembles spielWERK für Pflegende Angehörige
Mittwoch, 23.09.2015: Klinikforum zum Thema Pflegende Angehörige
Samstag, 26.09.2015: Gala Diner für Pflegende Angehörige